Reaktion auf die Forderung der Politik nach Lösungen für Belastungen aus zusätzlichen Zustell-Verkehren

Der E-Commerce ist nicht nur in Deutschland eine Erfolgsgeschichte und wird in den nächsten Jahren weiter wachsen. Damit dies so bleibt, bedarf es intelligenter Lösungen und durchdachter Konzepte. Es ist zum Beispiel möglich, dass die steigenden Zustellmengen besonders in Innenstädten und Wohnvierteln für mehr Verkehr sorgen könnten. Jüngste Äußerungen von Seiten der Politik und Wirtschaft lassen erkennen, die Herausforderungen angehen zu wollen. Der Bundesverband der Kurier-Express-Post-Dienste und der Händlerbund begrüßen diesen Schritt über die eingeschlagene fachliche Diskussion und schlagen einen runden Tisch zum gemeinsamen Fachaustausch zur Erarbeitung von Lösungen bezüglich moderner Zustellkonzepte für Warensendungen vor.

Bei der Suche nach neuen Lösungen sollte sichergestellt sein, dass die Interessen aller Beteiligten angemessen berücksichtigt werden. Die Bündelung von Zustellverkehren, eine sinnvolle Mischung aus Selbstabholung und Haustürzustellung, Elektrofahrzeuge, paketdienstunabhängige Paketboxen oder Postshops für die Zustellung und Retourenannahme sind nur einige der möglichen Lösungen.

„Damit diese Lösungen zum Tragen kommen können, setzen wir uns für eine im übertragenen Sinne „open source Infrastruktur“ für Logistik- und Zustellprozesse ein, beschreibt Andreas Schumann den Ansatz des BdKEP zur Lösung der Herausforderungen.

Florian Seikel vom Händlerbund hebt hervor, „dass Open Source Systeme aus Sicht des Händlerbundes für den lokalen und überregionalen Onlinehandel sowie die Verbraucher wünschenswert sind. Sie helfen dabei, den Weg für mehr Wettbewerb und damit neue Zustellservices freizumachen. Deshalb regen wir einen runden Tisch mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verbänden an. Gemeinsam kann die Lösung der Themen vorangetrieben werden. Wir gehen gerne aktiv auf die Beteiligten zu.“